British Sunday # 14: The IT Crowd

Im September 2007 ging die erste Folge der Erfolgssitcom The Big Bang Theory auf Sendung, die sich heute auf die Fahnen schreibt das vormals „uncoole“ Strebertum saloonfähig gemacht zu haben. Diese Ehre gebührt der verschrobenen Truppe um Sheldon und Co aber nicht allein. Schon ab 2006 war auf Channel 4 die Sitcom The IT Crowd zu bewundern. Geschrieben wurde sie von Graham Linehan, dem auch andere Erfolgsserien wie Father Ted oder Black Books zu verdanken sind.

Die Handlung dreht sich um die beiden Computerfreaks Roy (Chris O’Dowd) und Moss (Richard Ayoade), welche die im Keller gelegene IT-Abteilung einer großen Firma bilden. Von ihrem völlig größenwahnsinnigen Chef Denholm Reynholm (Chris Morris) wird ihnen eines Tages die neurotische Büroangestellte Jen (Katherine Parkinson) auf’s Auge gedrückt, die von Computern nicht den leisesten Schimmer hat. Die Drei versuchen sich miteinander zu arrangieren und geraten dabei in allerlei bizarre Situationen. Denholm begeht später Selbstmord und wird von seinem verlorenen Sohn Douglas (Matt Berry) abgelöst, der ihm in punkto Irrsinn um nichts nachsteht. Gelegentlich tritt auch der schrullige Goth Richmond (Noel Fielding, siehe British Sunday #12) auf den Plan.

Obwohl The IT Crowd nicht mit dem wissenschaftlichen Knowhow von The Big Bang Theory mithalten kann, punktet sie mit ihrem schrägen, auch mal untergriffigen britischen Humor und Referenzen auf Internetphänomene und die Alternative Popkultur. Ein gleichnamiger amerikanischer Ableger in dem Richard Ayoade nochmals die Rolle von Moss übernahm, schaffte es nicht über den Piloten hinaus, der deutsche Ableger Das iTeam mit Sky du Mont konnte zumindest ein paar Folgen senden bevor auch er aufgrund zu schwacher Quoten vorzeitig abgebrochen wurde. Das Original lief aber relativ erfolgreich bis 2013, gewann einige Preise und genießt heute Kultstatus.