Christopher Hütmannsberger | Irgendwas haben wir übersprungen

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Sonntag, 13. Mai 2018, ab 20:30 Uhr im Café Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien.

Wenn es eines gibt was uns als Menschen definiert, dann ist das die Interaktion. Oder die Abwesenheit davon. Die Texte untersuchen was passiert wenn wir beobachten, was passiert wenn wir teilnehmen, wenn wir teilhaben. Eine Dekonstruktion der menschlichen Existenz.

Egal ob Christopher Hütmannsberger als Spoken Word Poet, Lyriker, Rapper oder mit Jazz-Kombo auf der Bühne steht, seinen Performances ist eines gemein: Schlagkraft. Da ist diese Stimme, die man unter Hunderten sofort wiedererkennt; da ist etwas Gebrochenes in seiner Bühnenpräsenz, die einen an Bukowski in jung erinnert. Und da sind die Texte, die Pathos nicht fürchten müssen, weil sie ihn beherrschen; weil sie alles sagen können, ohne ins Kitschige abzudriften. Weil sie ohne Umwege auf Herz, Magengrube, Kopf zielen – und treffen. Weil sie klar sind und direkt und einem dennoch Rätsel lassen. Weil sie immer auch Allegorien auf das große Ganze sind. Kenner finden an vielen Stellen augenzwinkernde Verweise auf Größen englischsprachiger Wortkunst: Beckett, Shakespeare, Aesop Rock. Allen anderen bleibt Hütmannsbergers Performance, die so klangvoll ist wie ein Konzert, so kraftvoll wie ein cineastisches Epos, so charismatisch ansteckend, dass man danach nichts Geringeres will, als die Welt verändern. Oder wenigstens ein Gedicht schreiben. (Text: Franziska Holzheimer)

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