378 (Lena Hödl): Es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre.

Am Sonntag, 20. Januar 2019, ab 20:00 Uhr im Cafe Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien.

378, eigentlich Lena Johanna Hödl, 1996 als jüngste von vier Töchtern geboren und aufgewachsen in einem Dorf in der Steiermark in einem sehr großen, sehr stillen und sehr sauberen Haus gleich neben dem Friedhof, unter strenger Aufsicht von Gottvater und Vatergott, fing mit 15 mit Poetry Slam an (damals noch Emo-Texte) und macht es immer noch wahnsinnig gerne (jetzt Emo- und Sex-Texte). Nach jahrelangem konsequentem Versagen bei dem Versuch, was Anständiges zu machen, studiert sie jetzt Schauspiel und hustlet sich eben so durchs Leben. Sie schreibt hauptsächlich, um ihr unmenschlich starkes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit zu sublimieren, mal ein bisschen Liebe abzustauben und außerdem nicht vollkommen wahnsinnig zu werden, aber das funktioniert nicht so gut. 378 ist oft sehr glücklich. Und sehr traurig. Dazwischen gibt es eigentlich nicht viel, und genau darum geht es. Um Feminismus und Ficken, um Liebe und Laster, um Depression und Daddy Issues und Messiaskomplexe und die Schönheit des Scheiterns und dass im Endeffekt eigentlich alles schon verdammt lustig ist. Es gibt Leute, die sagen, 378 sei Punk. 378 sagt, das wäre nicht fair dem Punk gegenüber.