Alle Beiträge von bureaudugrandmot

Vulgär, grotesk und subversiv

S02E01.jpg

Am Sonntag, 6. Mai 2018, ab 20 Uhr auf der Radiofabrik 107,5 MHz (Raum Salzburg) oder per Livestream auf radiofabrik.at

 

 

Advertisements

The Melody Of A Fallen Tree

radialogoRadia ist ein internationales Netzwerk für Radiokunst, das sich bis nach Australien erstreckt – sofern man an sowas wie Australien glauben will. Auch in Wien gibt es eine Delegation die sich vor Kurzem Radio du Grand Mot-Produzenten Peter Wetzelsberger an Bord geholt hat.

Grund genug für uns auf die aktuelle Frühlingsfolge The Melody Of A Fallen Tree aufmerksam zu machen die am Donnerstag den 26. April 2018, ab 15 Uhr im Programm von Radio Orange läuft. Livestream hier: http://streamintern.o94.at/live.m3u

 

Lang lebe Roland / Karl mit Beistrich

www.liebentritt.atMit seinem Umzug nach Wien kam für Sendungsproduzent Peter Wetzelsberger die Frage auf, ob es denn nicht sinnvoll wäre mit Radio du Grand Mot zum dortigen Freien Sender Radio Orange zu wechseln. Daraus wurde zwar nichts, dafür stieß er dabei auf die langjährigen Sendungsmacher Lukas Neukirchner und Georg Rauber. Deren skurril-satirischen, fünfminütigen Lückenfüller Lang lebe Roland und Karl mit Beistrich ergänzen seit einigen Jahren das Programm von Radio Orange mit witzigen Skits, schräger Musik und fingierten Werbespots für die unmöglichsten Produkte. In Radio du Grand Mot zu hören waren sie erstmals in Folge 5 der ersten Staffel, man darf sich aber auch in Zukunft auf ihre Beiträge freuen!

Hitler? Gott? Somuncu…

Artarium am Sonntag, 22. April um 17:06 Uhr – Endlich gibt es mal wieder ein Theater-Skandälchen, am Stadttheater zu Konstanz immerhin, wo justament zum “Gebortstag des Föhrers” die Farce/Groteske “Mein Kampf” von George Tabori Premiere hat, noch dazu in einer gegenwartsnahen Inszenierung des notorischen Kabarett-Rabauken Serdar Somuncu. Den kennen wir ja seit unserer Sendung “Urheber rechts” als todesmutig aus Hitlers schwindligem Original vortragenden Theaterdonnerer, der sich, vor allem durch seine kritischen Kommentare dazu, sechs Jahre lang mit Alt-Neu- und Möchtegernnazis anlegte. Und nun sollen die Theaterbesucher in Konstanz auch noch Judensterne (wenn sie Eintritt zahlen) oder Hakenkreuz-Armbinden (wenn sie gratis reinkommen) tragen! Ein Skandal, oder?

Serdar Somuncu - Der Adolf in mirIn einer Talkshow des deutschen Fernsehens antwortet Somuncu auf die ewigdämliche Frage: “Was darf Satire?” dann auch folgerichtig mit: “Deine Mutter darf Satire!” Der Mann hat offenbar so seine Geschichte mit der deutschen Verbotskultur. In einem bemerkenswerten ZEIT-Artikel erfahren wir mehr über die Hintergründe: Als der kleine Serdar einst in die erste Volksschulklasse kommen sollte, da wurden sämtliche Kinder mit ausländischen Namen für die Sonderschule ausselektiert. Daraufhin brüllt sein Vater den Schuldirektor an: “Was heißt das? Wir Ausländer nix gut deutsch? Du Arschloch!” – So einen Vater hätten wir wohl alle gern gehabt, als wir mit 6, 7 Jahren zum ersten Mal der grausigen Menschenvernichtungsmaschine namens Abrichtung zur gesellschaftskonformen Anpassung ausgeliefert wurden. (Die “Menschenvernichtungsmaschine”, eine Art Fleischwolf mit Fließbändern zur industriellen Verwurstung von Kindern, zeichnete ich im Alter von etwa 5 Jahren, nachdem ich zum ersten und zum Glück letzten Mal in einem Kindergarten “betreut” worden war. Und ich erachte diesen Eindruck noch heute als absolut zutreffend.) Doch neben prägenden Erlebnissen aus der frühesten Kindheit beleuchtet das ZEIT-Portrait auch die weitere künstlerische Entwicklung:

Denn das Spiel mit dem Indifferenten, das einem das Lachen schon mal im Hals stecken bleiben lässt, diese Inszenierung der Mehrdeutigkeit, die einen unsicher macht, wo man denn eigentlich von vornherein “dazu gehört”, die hat System und Methode – und ist äußerst wirkungsvoll. Hören wir Serdar Somuncu also einmal im Original, bevor wir seine Version eines “immersiven Theaters” von uns weisen…

Nein, ich liebe euch,
und ich schieß nicht gleich,
warum habt denn ihr
so schrecklich Angst vor mir?
Ich bin Mensch und Christ,
und ein Revolver ist
kein Zeichen von Gewalt,
wenn ich ihn halt.

DUM & Radieschen

Sonntag, 22. April 2018, ab 20 Uhr im Café Anno, Lerchenfelderstraße 132,
1080 Wien. 

„Das ultimative Magazin“ stellt seine 85 Ausgabe unter dem Titel „Nachbar – Hilfe & Klage“ vor. Es lesen: Markus Grundtner, Ursula Kiesling, Martin Peichl, Barbara Rieger uvm.

Und die neue Ausgabe von unserem eigenen „&Radieschen“ ist auch da. Sie läuft unter dem Titel „Jux & Tollerei“ Es lesen unter anderem: Clara Felis, Mika Dorninger und Karin Gayer.

 

Wir lesen uns die Münder wund 2018

sujet-kopie

Mehr dazu hier!