Writers On The Storm 2.0

Dead Poets Society (USA, 1989)

Wie schon im Juni angekündigt, soll im Jugendzentrum YoCo ein altes Projekt des Bureaus, in überarbeiteter Form wiederbelebt werden. Dabei handelt es sich, wie wir jetzt bestätigen können, um die Lesereihe Writers On The Storm, die vor allem jungen Nachwuchsautor*innen eine Bühne geben und sie mit Informationen über laufende Initativen versorgen soll.

Als Vorbild für die überarbeitete Fassung dienen die ersten Lesungen der Literaturplattform Poetro, die vor 12 Jahren ebenfalls im YoCo stattfanden. Darauf beruhend wird die neue Writers On The Storm-Reihe unter dem Begriff Poetry Jam* zusammengefasst.

Der erste Termin soll am Freitag den 13. Oktober stattfinden.

* Poetry Slam minus Slam (Wettstreit) plus Jam Session

British Sunday # 8: Q

Spike Milligan wurde in den 1950ern durch die Hörspielreihe Goon Show mit Peter Sellers und Harry Secombe weitreichend bekannt (siehe British Sunday # 4). Ende der 1960er wurde er Nutznieser einer eigenen Show auf der BBC, die über viele Jahre lief und mit jeder Staffel den Namen änderte. So hieß die erste Staffel Q5 (1969), die Zweite Q6 (1975), die Dritte Q7 (1977), die Vierte Q8 (1978), die Fünfte Q9 (1980) und die Sechste There’s a Lot of It About (1982).

Die Q-Reihe war eine komplett alberne Sketchshow mit surrealen Elementen, die verdächtig an den Monty Pythons Flying Circus erinnerte. Tatsächlich handelt es sich dabei um einen verrückten Zufall, denn sowohl Milligan als auch die Pythons hatten unabhängig voneinander in dieselbe Richtung gearbeitet, ohne es zu bemerken. Die erste Folge von Q5 kam nur wenige Monate vor dem Flying Circus heraus und veranlasste die Pythons ihr Konzept noch einmal komplett zu überarbeiten, um sich stärker von Milligan’s Show zu unterscheiden. Auf der anderen Seite gefiel ihnen der anarche Stil seiner Sketche, die oft ohne klare Anfänge und Enden auskamen. Ein Modell das sie wiederum in ihre eigene Show übertrugen. Somit trug Q, wenn auch indirekt, zum heute bekannten Stil der Pythons bei.

Q selbst lief zwar länger und gilt heute als wegweisend für die Entwicklung der Britischen Comedy, konnte mit den Pythons aber nicht mithalten, zumal die BBC auch mehr Zeit und Energie in deren Projekt steckte, da es sich als lukrativer erwies. Milligan trug den Jungs selbst aber nichts nach und hatte später in Life of Brian sogar einen kleinen Cameo-Auftritt.

 

Samstag ist Werktag # 4

Sandra Brandstätter (* 1980 in Salzburg) hat Multimedia Art an der FH Salzburg studiert; heute lebt sie in Berlin, wo sie als Illustratorin und vor allem als Concept Designerin für Trickfilme arbeitet, u.a. für die Serie „Siebenstein“ und die „Sendung mit der Maus“. Der Kindercomic „Paula – Liebesbrief des Schreckens“ ist ihr Debüt als Comiczeichnerin.

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Auswahl

Illustrationen und Comiks, 2012 – 2017

 

Chor d’accord


Seit 2014 stellt der salzburger Chor d’accord den ersten Soundpainting-Chor in Österreich. Zurzeit arbeitet er mit der renommierten Bodypainterin Birgit Mörtl an einer spannenden Outdoor-Performance, die am Samstag, 15. July 2017 ab 19 Uhr im Mirabellgarten, Salzburg ihre Premiere feiert. Eintritt: frei(willige Spende)

Hier ein kleiner Vorgeschmack:

 

Karambolage

Unsere Freunde und Kollegen von disposed werden sich in Kürze von ihren Räumlichkeiten im Künstlerhaus Salzburg verabschieden müssen. Doch eine letzte Ausstellung soll im [kabɪˈnɛt] noch stattfinden:

Karambolage ist ein Rückblick auf die vergangenen 67 Tage mit 10 Projekten und 17 Künstler*innen. Aus jeder Ausstellung und Performance soll jeweils ein Kabinettstück (besonders wertvoller Gegenstand; Prunkstück) nochmals ausgestellt werden. Die Finissage findet am Freitag den 14. Juli um 19 Uhr statt. Öffnungszeiten der Ausstellung selbst sind jeweils von 12 bis 19 Uhr.

British Sunday # 7: A Bit of Fry & Laurie

Die britische Comedy in den 1970ern war gezeichnet vom internationalen Erfolg der Monty Pythons. Dem entgegen stand die Alternative Comedy-Bewegung der 1980er, die sich vom verkopften Stream of Consciousness-Humor der Collegeboys distanzieren und verstärkt Programm für die moderne Arbeiterklasse machen wollte. Umso überraschender ist das sich in ihren Reihen auch drei Mitglieder der Cambridge Footlights fanden: Die spätere Oscar-Preisträgerin Emma Thompson und das Erfolgsduo Hugh Laurie & Stephen Fry.

Grund dafür dürfte unter anderem der Alternative Comedian und Autor Ben Elton gewesen sein, mit dem die Drei bereits an der Sketchshow Alfresco gearbeitet hatten – ein hoffnungsloser Versuch des Senders ITV an den Erfolg von Not the Nine O’Clock News anzuknüpfen (siehe British Sunday # 6). Elton der später selbst einige Erfolgsprogramme (mit)kreierte verschaffte ihnen darin häufig kleinere oder größere Rollen und brachte sie damit der Szene näher. Dazu gehörte auch die Sitcom The Young Ones (siehe British Sunday #3) deren Co-Kreator Alexei Sayle anscheinend wenig begeistert war und die von ihm mitformulierten Ideale der Alternative Comedy verraten fühlte. Er stand mit seiner Meinung aber relativ alleine da, erwies sich die Footlights-Truppe doch als durchaus aufgeschlossen, selbst nicht ganz unkritisch, aber auch unglaublich sympathisch und unterhaltsam.

Während Emma Thompson dazu übergangen war ihre Karriere als Schauspielerin voranzutreiben, nahmen Fry und Laurie eine Einladung der BBC an, eine eigene Show zu gestalten, in der sich das Beste beider Welten wiederfinden sollte: Der intelligente Humor der Footlights und die kritische Schärfe der Alternative Comedy. Gepaart mit der schelmischen Clownerie von Hugh Laurie und der schlagfertigen Eloquenz von Stephen Fry. Dies waren die Grundvoraussetzungen für die Sketchshow A Bit of Fry & Laurie die von 1989 – 95 auf der BBC lief und auch heute noch zu einer ihrer besten Arbeiten zählt.

Samstag ist Werktag # 3

Pierre „Willscheck“ Vlček (* 1982), wohnhaft in Dresden, fotografiert und zeichnet und all sowas.

Skizzenbuchskizzen / Stadtoberflächen

Zeichnungen und Fotografien
Quellen: Flickr / Instagram