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Zusammen für den Rechtsstaat und gegen Willkür



Am 26.2. ab 19.00 Uhr findet in der großen Universitätsaula der Paris Lodron Universität, Kapitelgasse 4/6 in Salzburg eine Benefizveranstaltung für den Rechtsschutz für Geflüchtete und Migrant*innen statt.

Die unabhängige Rechtsberatung für Asylsuchende durch gemeinnützige Hilfsorganisationen wie dem Diakonie Flüchtlingsdienst droht abgeschafft und durch eine „Bundesagentur für Betreuung und Unterstützung“ ersetzt zu werden.

In Zukunft soll also das gleiche Ministerium, das die Entscheidungen im Asylverfahren in erster Instanz trifft, auch für die Beschwerden gegen diese Entscheidungen verantwortlich sein.

Das ist ein europaweit einzigartiges Vorgehen. Nach dem Angriff auf die Pressefreiheit und die Meinungsfreiheit erfolgt nun also ein frontaler Angriff auf die Rechtsstaatlichkeit im Asylverfahren.

Wir wollen weiterhin unabhänigige Rechtsberatung für asyl- und schutzsuchende Menschen leisten und zeigen mit der Initiative „Zu Recht Unabhängig, dass wir mit der geplanten Abschaffung der unabhängigen Rechtsberatung nicht einverstanden sind.

Programm & Ablauf

  • Kurdisches Ensemble: Shoresh Molai, Jwan Murad und Mamo
  • Performance von Nina Vasilchenko und Mohammad Sadeghi
  • Alaa Dyab liest Der Blinde
  • Fritz Egger liest Textperlen (Bescheide des Bundesamtes für Fremdenwesen und Asyl, gesammelt von Wolfgang Salm auf fairness-asyl.at)
  • Diskussion: „Rechtsstaat oder Willkür? Verfahrensgarantien und Menschenrechte von Flüchtlingen
  • Gastauftritt von Josef Hader, Unterstützer unserer Initiative #ZuRechtUnabhängig
  • violin & saxophon, Teodora Dilkovska und Peter Fürhapter

Podiumsdiskussion

Dr. Gerhard Mory, Netzwerk AsylanwältInnen
Pfarrerin Dr.in Maria Katharina Moser, Direktorin der Diakonie Österreich
Univ. Prof. DDr.in Michaela Strasser
Dr. Rupert Wolff, Präsident ÖRAK

Moderation: Barbara Blaha, Unirätin Salzburg

Mehr dazu unter hier!

Theresa Luise Gindlstrasser: F L E I S C H W A D E

Am Sonntag, 17. Februar 2019, ab 20:00 Uhr im Cafe Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien.

 

Claudia Tondl, Anna Morawetz, Patrick Rothkegel und Theresa Luise Gindlstrasser lesen dramatisch: FLEISCHWADE. Da geht es um Tod.

FLEISCHWADE ist ein theatertext. entstanden bei forum text von unit. es ist eine versuchsanordnung zum umgang mit löchern. wenn der tod ein loch ist und etwas fehlt

25 Jahre Studio West

Artarium am Sonntag, 17. Februar um 17:06 Uhr – Unter diesem Titel präsentiert Das Kino in Salzburg derzeit ausgewählte Filme aus dem reichhaltigen Schaffen einer vor 25 Jahren als “Verein Freier Film- und Videoschaffender” gegründeten “Plattform für kreativen Austausch im Bereich des künstlerischen Dokumentarfilms”. Inzwischen nennt die sich “Studio West. Independent Film” und bietet da auf ihrer Homepage einen tiefen Einblick in die Vielseitigkeit ihrer Produktionen. Wir haben dazu den Filmemacher Djordje Čenić aus dem Studio West ins Studio der Radiofabrik eingeladen, um mit ihm seinen Film “Unten” zu besprechen, welcher in der eingangs erwähnten Reihe am Dienstag, 19. Februar um 20 Uhr im Das Kino gezeigt werden wird. Diese “autobiografische Zeitreise” (Selbstbeschreibung) empfehlen wir sehr!

Studio West Independent Film UntenDenn sie bewahrt die Spannung zwischen hier oben und da unten über die gesamte Dauer, als ob man bei einem “Ritt auf Rasiermessers Schneide” mittendrin innehalten, in der Schwebe verharren – und sich aller Möglichkeitsformen auf einmal bewusst werden könnte. Der dabei angewandte Kunstkniff scheint uns eben die spezielle autobiografische Erzählweise zu sein, durch die das persönliche Erleben immer auch beispielhaft oder stellvertretenddie “größeren Geschichten hinter der Geschichte” widerspiegelt. Der enorme Mut, sich selbst in seinem inneren Zwiespalt zwischen linksfortschrittlicher Einstellung und nationalchauvinistischen Parolen da mitten hinein zu stellen, als menschliche Projektionswand zum besseren Verständnis der Zuschauer, zahlt sich hier allemal aus. Wer sich auf die vielschichtige Darstellung der Thematik einlässt (und das gelingt leicht), wird mit mancherlei Erkenntnissen zum Selbstweiterdenken belohnt. So ließe sich etwa die Geschichte vom “Zerfall Jugoslawiens” als Mahnung im Hinblick auf “Europas Sinnkrise” und die darin wirksamen nationalen Fliehkräfteverstehen. Und das wäre auch nur ein einziger von mehreren Aspekten, die in diesem wirklich “künstlerischen Dokumentarfilm” angelegt sind. “Geschichte” jenseits der üblichen eindimensional massentauglichen Guidoknopperei ist einfach seufzerlösend.

Weil wir gerade dabei sind, den Balkan hinunter zu spüren und mit Empfehlungen um uns zu werfen – aus Griechenland kommt die ausgezeichnete Dokumentation “AGORÁ – Von der Demokratie zum Markt” über die Situation der aktuellen Wirtschaftskrise…

Wir sind ein geiles Institut

Lea Kerschhaggl: Mein erstes Mal

Am Sonntag, 10. Februar 2019, ab 20:00 Uhr im Cafe Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien.

Lea is an extroverted introvert.
Und ganz nebenbei hat sie auch mal angefangen, Texte zu schreiben. Mal auf Englisch, mal auf Deutsch — Hauptsache traurig.
In ihren Texten erzählt Lea die Geschichten von Personen in sozialen Randgruppen. Personen, die an verschiedenen psychischen Erkrankungen leiden. Personen, deren Stimme oft zu leise ist um gehört zu werden.

Leas Gedichte verführen in ihre Gedankenwelt. Sie nehmen dein Herz, füllen es
fast ganz mit Gefühlen, und geben es mit dem letzten Wort mit einem Lächeln
wieder zurück. Es bleibt dann noch genau der Platz übrig den es braucht, um
eigene Emotionen beizumengen, sodass dann ein schönes Gemisch aus neu und alt
entsteht, meistens mit einer Prise aus neuen Erkenntnissen.

Leute sagen, dass die Texte sie berühren, zum Nachdenken bringen oder betroffen machen. Andere sagen, die Texte sind schön.
Lea würde sich freuen, wenn ihr kommt und euch selbst ein Bild macht.

Lea ist ein bisschen nervös.
Und Lea freut sich auf ihr erstes Mal — mit euch

Midnight Oil – diesfalls LIVE

Artarium am Sonntag, 10. Februar um 17:06 Uhr – Muss ich denn wirklich jedesmal einen Roman von einem Artikel schreiben hier? Nein, muss ich nicht. Ich enthebe mich der (Selbst)verpflichtung, begnadige mich, spreche mich frei. “Es ist eben alles schon gesagt (Karl Valentin) nur halt nicht von jedem”. Also, was über die Band Midnight Oil (und meine persönliche Freude an ihr) in Erfahrung zu bringen ist, das lässt sich auch diesem Artarium-Eintrag vom Januar 2018 entnehmen. Damals haben wir “ein ganzes Album” aus verschiedenen ihrer Studioaufnahmen zusammen gestellt. Und diesesmal gibts eine Kompilation von Liveaufnahmen, pikanterweise einem 1991 offiziell nicht erschienenen Bootleg entnommen, der einem nichtsdestoweniger da oder dort zum Kauf angeboten wird. Es soll doch Leute geben, die aus allem ein Geschäft machen.

Midnight Oil CoverBei uns geht es um Stimmung und Atmosphäre, weshalb wir in dieser Sendung auch noch eine obskure Unplugged-Version der Midnight-Oil-Ballade “In the Valley” spielen. Damit wollen wir die mannigfachen Möglichkeiten des Musikmachensakustisch illustrieren. Und guad is

When my mother went down
it was a stiff arm from Hades
Life surprises and tears
you like the southerly
She always welcomed the spring
always welcomed the stranger
I don’t see too many around like this
Oh no, that’s what I’m looking for,
yeah, what we’re looking for

In the valley I walk
who will take me there
In the valley I walk
cold comfort I can hear you talk
In the valley I walk
I took some comfort there
In the valley I walk
oh rough justice I hear you talk
In the valley I walk
to meet my watershed

Peter.W.: MIT DEN FISCHEN SCHWITZEN

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Am Sonntag, 3. Februar 2019, ab 20:00 Uhr im Cafe Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien.

Seit fast 20 Jahren macht der freischaffende Künstler Peter.W. im Freien Radio Salzburg den Äther unsicher. In dieser Zeit hat er einige skurrile Dialoge und Hörspiele geschrieben oder wenn’s hochkam, auch mal zusammen mit Freunden improvisiert. Seien es Geschichten über einen Drachen der an einem Kreuzworträtsel scheitert, einen Vampir der versucht ein Blutorangensorbett zu bestellen, eine siebenjährige Tochter die ihrer Mutter ankündigt sich das Leben nehmen zu wollen, einen legendären halben Dialog zum Thema Salzteig oder die für Radio du Grand Mot produzierte Seifenoper „Wer mit wem… und warum überhaupt?“ Der gebürtige Salzburger und nunmehr Exilwiener Peter.W. spricht alle Stimmen selbst und schreckt dabei nicht zurück sich komplett zum Affen zu machen.


Peter Wolfgang Wetzelsberger alias Peter.W. (*1983 in Salzburg Stadt) ist ein freischaffender Künstler, Autor der Literaturplattform Poetro, Mitbegründer des Bureau du Grand Mot und Redaktionsmitglied der mosaik – Zeitschrift für Literatur und Kultur, in der auch seine Kolumne Hanuschplatz erscheint. Seit 2018 lebt er in Wien, wo er sich zurzeit verstärkt der Komparserie widmet.

 

Der österreichische Mittagstisch

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 27. Januar – Was genau ist ein Nazi? Und warum finden wir ihn immer in der Suppe – wie das längst sprichwörtliche Haar? Was will uns Thomas Bernhard (der Dichter) damit sagen, wenn unser Hausvater entnervt in den Suppenteller drischt und dabei “Nazisuppe! Nazisuppe!” schreit? Unter dem Titel “Der deutsche Mittagstisch” versammeln sich sieben Dramolette (Kurz- und Kürzestdramen), die allesamt das unterschwellige Weiterbestehen von nationalsozialistischer Geisteshaltung in der bundesdeutschen Gesellschaft zum Ausdruck bringen. Wir erlauben uns, das titelgebende Stück daraus in einer neuen Österreich-Version vorzustellen. Ganz im Sinne seines Autors, der uns bei jedem Mittagstisch auch den braunen Sumpf unserer nazikatholischen Heimat vorsetzt.

Die Nazisuppe für den MittagstischZumal die als Wiener Rindsuppe bekannte klare Brühe, welche das Grundrezept für die hier erwähnte Nudelsuppe ist, allgemein als die österreichische Nationalsuppe schlechthin bezeichnet wird. Von dieser ist es nur noch ein kleiner Schritt zur besagten Nazisuppe. Und die, im alpenkatholischen Weihnachtsgebräuch verbreitete Würstelsuppe als eine Steigerung der Nudelsuppe, in der die kleinen Wiaschtln herum schwimmen, bildet erst recht eine zutiefst Bernhard’sche Metapher für den abgründigen Brodeltopf des deutschösterreichischen Geisteszustands… Während einem da von der Oberfläche die offiziellen Fettaugen freundlich entgegen schmunzeln, wallt und wabert darunter im Trüben gefährlich der heimliche Untergrund. Suppe und SchundMasse und Matsch, die tatsächliche Beschaffenheit ungaren Menschenteigs: mitläuferischobrigkeitshörig und fügsam. Genau da müssen wir das Dargestellte abstrahieren, wenn wir es in die Gegenwart übersetzen wollen, ins zeitlos Bleibende nichtausgestopften Lebens. Was also ist ein Nazi? Was macht die Geisteshaltung einer Gesellschaft aus, die gegen jegliche von der jeweiligen Norm abweichende Eigenart mit der dumpfen Absicht zu deren Ausmerzung vorgeht?

Dazu Thomas Bernhard (Die Ursache): “Meine Heimatstadt ist in Wirklichkeit eine Todeskrankheit, in welche ihre Bewohner hineingeboren und hineingezogen werden, und gehen sie nicht in dem entscheidenden Zeitpunkt weg, machen sie direkt oder indirekt früher oder später unter allen diesen entsetzlichen Umständen entweder urplötzlich Selbstmord oder gehen direkt oder indirekt langsam und elendig auf diesem im Grunde durch und durch menschenfeindlichen architektonisch-erzbischöflich-stumpfsinnig-nationalsozialistisch-katholischen Todesboden zugrunde.”

Mosaik-Fest 2019

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Donnerstag, 31. Januar 2019 ab 20:00 Uhr im Jazzit, Elisabethstraße 11, 5020 Salzburg. Tickets: www.liberladen.org

„Grrrlskrach. Glamour. Lärm. Wahrheit. Schall. Rauch.“ – nicht nur die all female DIY-Punk-Jazz-Gruppe Шапка (Schapka) heizt uns ordentlich ein, beim zweiten mosaik-Fest gibt es wieder eine feine Kombination aus Musik, Literatur und Performance: Please Madame sind längst kein Geheimtipp mehr, wenn es um feinen Indie-Pop aus Österreich geht, Jörg Piringer und KINGA TOTH writer-performer – ALL Machine heben mit ihren Sound-Performances Poetry auf eine neue Ebene – und Matthias Gruber (Fräulein Flora Salzburg) erzählt Geschichten aus einer Fabrik im Nirgendwo, ihren Menschen und deren Sehnsüchten.

Nach dem herausragenden Erfolg letztes Jahr, lädt das mosaik 2019 zum zweiten Mal zu einem rauschenden Fest der Literatur in all ihren Varianten.

Ein geiler Abend von und mit:
/////// Please Madame \\\\\\\ (… bitten zum Tanz!)
/////// Шaпκa / Schapka \\\\\\\ (DIY-Punk-Noize-Katsching-Tuff-Peng)
/////// Kinga Tóth \\\\\\\ (Klangliteratur/Literaturklang)
/////// Jörg Piringer \\\\\\\ (digital sound visual interactive poetry etc.)
/////// Matthias Gruber \\\\\\\ (Stories aus Salzburg)

378 (Lena Hödl): Es wäre lustig, wenn es nicht so traurig wäre.

Am Sonntag, 20. Januar 2019, ab 20:00 Uhr im Cafe Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien.

378, eigentlich Lena Johanna Hödl, 1996 als jüngste von vier Töchtern geboren und aufgewachsen in einem Dorf in der Steiermark in einem sehr großen, sehr stillen und sehr sauberen Haus gleich neben dem Friedhof, unter strenger Aufsicht von Gottvater und Vatergott, fing mit 15 mit Poetry Slam an (damals noch Emo-Texte) und macht es immer noch wahnsinnig gerne (jetzt Emo- und Sex-Texte). Nach jahrelangem konsequentem Versagen bei dem Versuch, was Anständiges zu machen, studiert sie jetzt Schauspiel und hustlet sich eben so durchs Leben. Sie schreibt hauptsächlich, um ihr unmenschlich starkes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit zu sublimieren, mal ein bisschen Liebe abzustauben und außerdem nicht vollkommen wahnsinnig zu werden, aber das funktioniert nicht so gut. 378 ist oft sehr glücklich. Und sehr traurig. Dazwischen gibt es eigentlich nicht viel, und genau darum geht es. Um Feminismus und Ficken, um Liebe und Laster, um Depression und Daddy Issues und Messiaskomplexe und die Schönheit des Scheiterns und dass im Endeffekt eigentlich alles schon verdammt lustig ist. Es gibt Leute, die sagen, 378 sei Punk. 378 sagt, das wäre nicht fair dem Punk gegenüber.

Peter Gabriel – Deutsches Album

> Sendung: Artarium vom Sonntag, 13. Januar – Gibt man Peter Gabriel in die Suchzeile des Artarium-Blogs ein, so erscheinen zahlreiche Artikel/Einträge, die auf diverse Aspekte seines vielseitigen Schaffens Bezug nehmen. Und offenbar ist noch immer kein Ende in Sicht: Diesmal stellen wir ein weiteres Projekt des immer umgetriebenen Slow-Workers in den Mittelpunkt unserer Betrachtungen, nämlich die 1982 als “Deutsches Album” erschienene Version von Peter Gabriel IV (auch als Security bekannt). Nicht zu velwechsern mit “Ein deutsches Album” von 1980, für welches ebenfalls der deutsche Filmemacher Horst Königstein seine sehr spezielle Nachdichtung der Songtexte angefertigt hat. Über seine Herangehensweise dabei gibt er hier in diesem Gespräch mit dem Deutschen Genesis Fanclub it Auskunft.

Peter Gabriel - Deutsches AlbumLetzterer ist übrigens ein schöner Beweis dafür, dass sich in Dresden nicht bloß Volksidioten tumbeln… Vielmehr eine der inzwischen selten gewordenen Online-Quellen, aus denen sich sauberer Saft schöpfen lässt, aufmerksamdetailverliebtsprachgenau. So erschloss sich mir etwa durch Lektüre des Interviews mit Horst Königstein, weshalb ich die deutschsprachigen Texte von Peter Gabriel seit den 80ern immer als irgendwie befremdend empfand. Doch waren es genau diese Textesamt ihrer höchst eigentümlichen Darsingung, welche die als “Ein deutsches Album” sowie als “Deutsches Album”herausgebrachten Werke erst zu wirklich eigenständigen Arbeiten gemacht haben. Zum noch besseren Verständnis sei daher hier das CD-Booklet des heutigen ganzen Albums angeboten. Und der Refrain des Songtexts von “Handauflegen” angeführt:

Die Wärme fließt noch in mir
Und ich spür, du kennst micht gut
Kein Glück, kein Los zu fassen
Alles liegt allein bei dir
Es ist wie es ist
Weil nichts Zufall ist – auch hier

Komm zu mir – leg die Hände auf
Bin bereit – leg die Hände auf
Glaube! – leg die Hände auf

Walking On Sunshine

Gestern noch im Radio du Grand Mot, heute schon an der Seite von Robert Palfrader in der neuen ORF-Serie Walking On Sunshine. Wir gratulieren unserem Freund und Kollegen Georg Rauber (Lang lebe Roland, Karl mit Beistrich) der ab heute als Johannes Möttl Fernsehgeschichte schreibt. Zum Auftakt gibt es eine Doppelfolge, ab 20:15 Uhr auf ORF 1.

Im Schatten der Mozartgunkl

Artarium am Sonntag, 30. Dezember um 17:06 Uhr – Das Ende naht! Jedenfalls jenes des heurigen Kalenderjahres. Irgendwann im Verlauf des heranbrechenden (neuen) soll es dann auch eine Aufzeichnung seines denkanregenden Programms “Zwischen Ist und Soll – Menschsein halt” geben, verheißt unser Gesprächsgast Günther Paal respektive Gunkl, den wir ob seiner langjährigen Salzburgtradition hiermit vom Motzartgunkl zum Mozartgunkl befördern. Eine Ehrenbürgerschaft in Kalau wird immer wahrscheinlicher… Doch an solcherlei Assoziationen ist der gute Mann bitte auch selbst mit schuld, wenn er sich auf der Bühne als Wunderkind der Wortwahl präsentiert. (Seine fulminante Ansage zum ersten Schultag hätten wir doch alle unseren Lehrer_innen nur allzu gern umgehängt. Oder etwa doch nicht?)

MozartgunklUngeachtet jeder zukünftigen Erscheinung (des obgenannten Programms auf DVD zum Beispiel) empfehlen wir dringend, sich die gegenständliche Hirnmassierung in livehaftiger Form anzutun. Auch wenn alles ein Ende hat, so ist ein lang anhaltender Abgang nicht zu verachten, ganz zu schweigen vom noch viel längereren Nachklang. Denn die Denkfrequenzdichtung des (nicht nur) Mozartgunkl ist wie “ein Sackerl Nussen”, das einen im Kopf begleitet und immer wieder Anregendes zum Nachsinnen hervorbringt. Erbauung in der Zerkauung – oder denk nur ich so? Der kürzeste Schüttelreim ist jedenfalls “Du bist – Buddhist”. Und eins der längsten Schüttelreimwerke ist “Die große Menschenfresserballade 1938” von Franz Mittler, hier vorgetragen von Helmut Qualtinger. Dass Günther Paal (Gunkl) ein spezielles Verhältnis zur Schüttlung hat, das wissen immerhin die Besucher seiner Homepage. Aber dass er sogar das Vorwort zu Harald Weinkums geschüttelter Übertragung des Struwwelpeter verfasst hat, das wussten bislang nur die wenigsten. Darin etwa: “Wo einst der Kaspar war gesund, liegt nun er sich im Sarge wund.” Oder auch: “Nun kann der Hund, der Läusehaufen, samt Peitsch’ in sein Gehäuse laufen.”

Wir jedenfalls schieden uns verab von diesem enden wollenden Jahrgeschüttelt wie auch gerührt, und wünschen unserem Publikum darob ein herzerfrischendes Sssippe Sssappe!