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The Beatles – Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band

Das ganze Album nämlichen Namens, in seiner gesamten Länge sowie als angenehm warmer Stereomix (eine relativ frühe CD-Version), gibt es diesmal bei uns zu erleben – mehr dazu hier!

Nicht umsonst gilt “Sergeant Pepper’s Lonely Hearts Club Band” von den Beatles auch nach mehr als 50 Jahren als ein Meilenstein der Musikgeschichte. Warum dem so ist, erhellt beispielsweise diese Dokumentation “Sgt. Pepper’s Musical Revolution” von und mit Howard Goodall. Sie ist nicht so leicht zu beschaffen (als DVD) und verschwindet auch immer wieder gern aus dem Internet, sobald irgendein Hureber ächzt, nehm ich halt mal an. Wiedemauchimmerseidie Beatles haben da 1967 in den Abbey Road Studios gemeinsam mit ihrem Produktionsteam völlig neue Dimensionen erreicht.

Sergeant Pepper's Lonely Hearts Club BandEigentlich begann alles damit, dass die vier Herren aus Liverpool kurz zuvor beschlossen hatten, nie mehr live aufzutreten, weil sie sich wegen des (als “Beatlemania” bekannten) lautstarken Gekreisches ihrer Fans selbst nicht mehr hören konnten, was naturgemäß nicht so ideal ist für jedweden Musiker beim Konzert. Somit erübrigte sich schon einmal die Notwendigkeit, die Aufnahmen für ihr nächstes Album derartig zu gestalten, dass diese danach auch live aufzuführen gewesen wären. Die damals verfügbare Technik setzte jeder Livedarbietung von Pop/Rockmusik so dermaßen enge Grenzen, wie wir sie uns heute nur noch schwer vorstellen können. Doch schwuppdiwupp, wurde aus der Einschränkung eine Gelegenheit (gemacht) und das legendäre Soundbasteln für dieses klangkomplexe Konzeptalbum konnte beginnen. Man muss sich einmal vergegenwärtigen, dass sogar im renommiertesten Aufnahmestudio jener Zeit bloß 4-Spur-Tonbandmaschinen zur Verfügung standen und auch die Ausstattung mit Effektgeräten aus heutiger Sicht “vorsintflutlich” war. Umso beeindruckender ist demnach das Endergebnis der zeitintensiven Sessions sowie der anschließenden planvollen Montagearbeit: Eine wundersame Collage aus vielfach ineinander geschichteten textlichen wie musikalischen Eingebungen

Das Album wird zudem vielfach als “Soundtrack zum Summer of Love” bezeichnet, was auch durch das erstmalige Verwenden von originär indischen Klängen in der “westlichen Popmusik” (seitens George Harrison und Ravi Shankar) zu erklären ist. Zur Einstimmung hier das Stück “Within You Without You”.

Anbei noch zwei Screenshots der eingangs erwähnten Dokumentation zum gefälligen Download. Zusammen sind wir die Strandpiraten der Zivilisationskultur

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Anteroom (Musikvideo)

Mit Helene Jarmer. Konzept, Regie, Schnitt: Carina Plachy (www.carinaplachy.com) Kamera, Licht: Werner Beham. Assistentinnen : Chris Changes, Deniz Akmaz. Dolmetscherin: Sabine Schremser.

SHELTER, ein Konzeptalbum zum Thema „Häusliche Gewalt“ von 6:251a8c.
Ab 29. August 2018 auf Labor L’art

Die letzte Runde

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Das Central vor dem Brand 2016

Vor 9 Jahren bzw 110 Monaten bzw 3358 Tagen, gegen Ende der Literaturplattform Poetro und der Freiraum-Bewegung, haben sich Finn, Peter.W. und Sarah Mercedes Julia Weiss im Salzburger Café Central eingefunden, um den Grundstein für die wöchentliche Mittwochsrunde zu legen. Mit Anfang August 2018 wird ebendiese Mittwochsrunde eingestellt

Central nach dem Brand
Central nach dem Brand 2016

Im Zuge der Mittwochsrunde fanden nicht nur Freundschaften zusammen, es wurden auch eine Menge Projekte geplant, besprochen und organisiert: Die KulturKeule, das Read this! im Denkmal, das so.what.wörtlich!, um nur einige zu nennen. Zahlreiche Bücher sind an den Tischen des Centrals geschrieben, besprochen und lektoriert worden u.a. Publikationen des Literaturwettbewerbs Wir lesen uns die Münder wund und der edition mosaik. Aus der Mittwochsrunde entstand am 19. Dezember 2012 auch das Bureau du Grand Mot, dessen Projekte hier ebenfalls geschmiedet und geplant wurden.

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Das Central nach der Renovierung

Dem Cafe Central blieb man treu, wobei einzelne Mittwochsrunden auch an anderen Orten stattfanden und ein Großbrand 2016 und die damit in Verbindung stehenden Renovierungsarbeiten den Besuch lange Zeit verhinderten. Doch wie das Central so hat sich auch die Mittwochsrunde über die Jahre verändert. Einige der Stammgäste sind mittlerweile andernorts, wie Marko Dinic, Leo Pill, Katherina Kapsamer und Peter.W. die es nach Wien verschlagen hat, wo schon mal der Versuch unternommen wurde eine eigene „Mittwochsrunde“ ins Leben zu rufen.

Inzwischen damals…

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Radio du Grand Mot || Staffel 2, Folge 4 || Inzwischen damals…
Am Sonntag, 05. August 2018, ab 20 Uhr auf der Radiofabrik (www.radiofabrik.at)

Unter anderem mit Lang lebe Roland, Café Depresso, Stereofeder, Buntspecht, Mascha, Mieze Medusa & Tenderboy und der Radiopremiere von „Anteroom“ aus dem neuen Konzeptalbum „Shelter“ von 6:251a8c – ab 29. August auf Labor L’art (www.laborlart.at)

Vom Ende des Zuhörens

Artarium am Sonntag, 29. Juli um 17:06 Uhr – Wenn das Ende des Zuhörensgekommen sein wird, erübrigt sich auch die Radiomacherei. 20 Jahre sind genug. Oder war da noch was? Justin Sullivan, unter anderem Sänger von New Model Army, schreibt in einem Nachruf auf den Radiopionier John Peel, wie dieser ihm einst “die Idee des Underground nahebrachte, wo seltsame Menschen erstaunliche Aufnahmen aus rein künstlerischer Motivation herstellten”John Peel vertrat Zeit seines Lebens Ansichten, “die dem Zeitgeist fundamental entgegen strebten”, so etwa, “dass Musik einfach nur Musik ist, und dass jedweder Celebrity-Kult dafür vollkommen bedeutungslos ist, wie übrigens auch für alles andere”. Der Mann hat die Entwicklung der Medien- und Musikkultur immerhin schon seit den Sixties aktiv mitgestaltet…

Vom Ende des ZuhörensWas soll das allerdings heute, wo die einheimische Piratenszene vor gut 20 Jahren ein legal lizenziertes, kommerzfreies Gemeinwesenradio erstritten hat? Was machen wir hier in postmodernen Zeiten, in denen “das dialogische Prinzip” ja kaum noch von Mensch zu Mensch seine Gültigkeit hat? Wo stattdessen der von Pier Paolo Pasolini prophetisch vorhergesehene Konsumismus um sich greift und alles Individuelle zur massenblöden Mitmacherei niedertrumpelt? Wo es nicht mehr darum geht, dass man bekommt, was man braucht, sondern einem nur noch irgendein Event angedreht wird, der den Eindruck vermittelt, man sei irgendwie “Part of the Game”Verdummt in alle Ewigkeit! Heilsverbrechen, wohin man schaut. Die Menschheit besteht aber nicht nur aus dem, was sich normieren und social engineeren lässt, sie ist so vielfältig wie das Leben selbst. Der Massengeschmack des Mehrheitsmainstream schädigt nicht bloß den Umgang der Menschen miteinander, er korrumpiert zudem das Selbstwertgefühljedes Einzelnem, indem er uns alle kommerziell zweckwidmet und in die Nutzbarkeit der Gewinnstreber quetschtAuweh! Viele Jäger waren schon immer des Hasen Tod. Umso wichtiger sind daher heute Überlebens-Soziotope wie etwa das “Freie Radio”.

Oder der erwähnte “Underground”, wo Menschen einfach etwas machen, weil sie es gut finden, und nicht, weil damit massenkompatibel Gewinn erzielt werden kann. Das Freie Underground Radio, wie wir es verstehen, ist eine Schutzzone zur Erhaltung der Artenvielfalt von Kunst und Kultur. Ein kommerziell nutzfrei gestelltes Gebiet, in dem sich der zwischenmenschliche Ausdruck wieder ungehindert entfalten kann. Feiern wir daher den Fortbestand des Zuhörens mit diesem Zitat von John Peel: “…dass das Radio ein viel mächtigeres Medium als das Fernsehen ist (und auch immer sein wird), weil es die Phantasie des Publikums erblühen (im Sinn von gedeihen) lässt.”

Café Depresso

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Vor geraumer Zeit las Benjamin Schmalhart bei ALSO, der allsonntäglichen Lesereihe im Café Anno in Wien. Zwar konnte Sendungsproduzent Peter Wetzelsberger nicht zugegen sein, doch stieß er über die Veranstaltungshinweise auf ein altes Projekt des gebürtigen Linzers und Wahlwieners, der zusammen mit René Monet (Original Linzer Worte) eine eigene monatliche Sendereihe bei den Kollegen von Radio FRO betrieb.

Café Depresso war ein „anspruchsvolles“ Satiremagazin mit literarischen Einsprengseln und musikalischen Perlen, das zwischen 2014 – 16 lief. Von seiner Aufmachung her erinnert die Sendung an das von Stermann & Grissemann gestaltete Salon Helga, das auch Peter in den 1990ern gerne hörte.

Café Depresso wurde erstmals in der zweiten Folge der zweiten Staffel von Radio du Grand Mot angespielt, weitere Hörproben sollen folgen. Wie sich später herausstellte handelt es sich bei Schmalhart und Monet um alte Bekannte Georg Raubers (Karl mit Beistrich bzw. Lang lebe Roland).

Mittwochsrunde in Wien

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Am Mittwoch den 18. Juli 2018 findet ab 17 Uhr im Tunnel, Florianigasse 39, 1080 Wien die erste (und hoffentlich nicht letzte) Mittwochsrunde in Wien statt.

Stefan B Findeisl, Peter Wetzelsberger und Sarah Mercedes Weiss haben vor etlichen Jahren die erste Mittwochsrunde im salzburger Café Central begonnen, die seither jede Woche stattfindet. Aus ihr gingen einige Veranstaltungsreihen wie das so.what.wörtlich und die KulturKeule hervor, später wurde das Kunstkollektiv Bureau du Grand Mot gegründet.

Nun da etliche Leute vom Bureau nach Wien gezogen sind soll es das auch dort geben. Zumindest soll mit dieser Veranstaltung ein erster Versuch gestartet werden!