Archiv der Kategorie: ALSO – der AnnoLiteraturSonntag

Katherina Braschel | Der Dosenrost sagt den Kieselsteinen…

Sonntag, 17. Juni 2018, ab 20:30 Uhr im Café Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien.

Was der Dosenrost den Kieselsteinen so sagt und warum das etwas mit Lendenwirbelsäulen und Hegel zu tun hat – von diesen und weiteren Dingen wird Katherina Braschel am 17. Juni lesen.
Es wird um umgefallene Gitarrentaschen und Spreenelken und Burschenschafter-Abscheu gehen und darum, dass der Bertram den Sauerrahm vergessen hat (insofern sich dieser Text noch zur Fertigstellung überreden lässt).
Kurzprosa und Gedichte, das wird es werden.

Katherina Braschel teilt ihr Leben zwischen künstlerischem Tun und akademischem Herumtun. Dazu beschäftigt sie sich (auch) viel mit Pornografie, weil das nun mal seit Jahren ihr Forschungs- und Interessensgebiet ist. Ja, echt.
Sie ist im Redaktionsteam der Literaturzeitschrift &radieschen, wo sie die Wechsel-Kolumne „Textgeflüster“ schreibt und war lange mit ihrem feministischen Theaterkollektiv HIRA* aktiv. 2014 hatte ihr Experimentalfilm „EBENDA“ Premiere.
Aktuellste Veröffentlichung in der Literaturzeitschrift mosaik.
Gewinnerin des Literaturwettbewerbs „Wir lesen uns die Münder wund“ 2018.
Katherina Braschel schreibt auf Deutsch, Englisch und in österreichischem Dialekt. Manchmal übersetzt sie ihre Texte in Österreichische Gebärdensprache.

Advertisements

Luka Leben | Unter der Zunge

dsc_0083Sonntag, 10. Juni 2018, ab 20:00 Uhr im Café Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien.

Luka Leben liest Auszüge aus ihrem 2017 erschienenen Kurzgeschichten-Band und neue Kurzprosa.
„Unter der Zunge“ wohnt die Bedeutung, schlummert Zu-Sagendes und versteckt sich die Wahrheit. Hier ist der Ort für unsere Muttersprache, die uns vertraut ist. Aber die uns auch überrascht und verunsichert, wenn wir auf neue Bedeutungen und Missverständliches stoßen. Luka Leben erzählt Geschichten, die im Vertrauten, dem Offensichtlichen, beginnen, um uns dann tiefer, dahinter oder eben darunter blicken zu lassen. Das Mittel dieses Aufspürens ist die Sprache, die uns Bekannte, die gedreht, gewendet und verwendet wird, bis sich die Fragen stellen und Offensichtliches verschwindet. Antworten und Bedeutungen, liebe Leserin, lieber Leser, dürfen Sie selbst aufdecken und anerkennend mit der Zunge schnalzen. (Probieren Sie es doch vor dem Spiegel aus und schauen Sie genau hin.)“

– Stefan B. Findeisl
Luka Leben, 1989 in Salzburg geboren, studierte Kunst und kommunikative Praxis an der Universität für Angewandte Kunst in Wien und Bildnerische Erziehung und Germanistik in Salzburg. Aktuell forscht sie im Rahmen ihrer Dissertation im Bereich Visual Literacy und unterrichtet an der Universität Mozarteum. Seit 2014 unterrichtet sie außerdem am Musischen Gymnasium in Salzburg, unter anderem Kreatives Schreiben und Literatur. Luka Leben ist Illustratorin der Kinderbücher „Die Insel der verschwundenen Klänge“ und „Das Leben ist schön und andere Märchen“ (Tandem Verlag). 2017 ist ihr erster Kurzgeschichtenband „Unter der Zunge“ als Gewinner-Publikation des Literatur-Wettbewerbs „Wir lesen uns die Münder wund“ erschienen.

Susanne Schmalwieser & Dominik Ernst

Sonntag, 3. Juni 2018, ab 20:30 Uhr im Café Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien.

„Wer lebt wie wir, sieht im Bahnhof schon den Broadway“, sagen Susanne Schmalwieser (17) und Dominik Ernst (19) – zwei Schreibende, aufgewachsen in zwei kleinen niederösterreichischen Dörfern auf entgegengesetzter Seite der Triesting. Nun haben sie sich auf den Weg nach Wien gemacht – mit neuen Geschichten und Erzählungen im Gepäck.

„good luck – good bye – ein tagebuch aus der willkommenskultur“

El Awadalla & Ishtar Duo (Ahmed Shqaqi & Phillip Gunter Rainer)

titelbild[1]

Sonntag, 27. Mai 2018, ab 20:30 Uhr im Café Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien.

El Awadalla geboren 1956, aufgewachsen in Nickelsdorf/Burgenland. Sie ist Autorin, Herausgeberin, Slam Poetin, Millionenshow-Gewinnerin, Kulturveranstalterin, Kabarettistin, mehrfache Literaturpreisträgerin, Bundespräsidentschaftskandidatin, leidenschaftliche Raucherin uvm.

Benjamin Schmalhart aka. Benji | Benji und „Freunde“

Sonntag, 20. Mai 2018, ab 20:30 Uhr im Café Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien.

1 Jahr Wien, 8 Jahre Poetry Slam, 26 Jahre purer menschenverachtender Exzess. Ja, Benji kann auf eine gewaltige Karriere zurückblicken und das muss natürlich im Anno zelebriert werden. Feiern kann man nicht alleine, deshalb hat er ein paar seiner engsten Freunde gebeten, vorbeizukommen und seine Texte neu zu interpretieren. Ob das was wird, ist fraglich, aber sehet selbst, wenn u.A. Elias Hirschl, Mieze Medusa, Janea Hansen und Ksafa versuchen aus dem Wahnsinn irgendeinen Sinn rauszupressen.

Benjamin „Benji“ Schmalhart, 1991 in Linz geboren, schreibt absurde meist satirische Texte für die Bühne und diverse Publikationen. Seit 2017 lebt und stirbt er in Wien.

Christopher Hütmannsberger | Irgendwas haben wir übersprungen

maxresdefault

Sonntag, 13. Mai 2018, ab 20:30 Uhr im Café Anno, Lerchenfelderstraße 132, 1080 Wien.

Wenn es eines gibt was uns als Menschen definiert, dann ist das die Interaktion. Oder die Abwesenheit davon. Die Texte untersuchen was passiert wenn wir beobachten, was passiert wenn wir teilnehmen, wenn wir teilhaben. Eine Dekonstruktion der menschlichen Existenz.

Egal ob Christopher Hütmannsberger als Spoken Word Poet, Lyriker, Rapper oder mit Jazz-Kombo auf der Bühne steht, seinen Performances ist eines gemein: Schlagkraft. Da ist diese Stimme, die man unter Hunderten sofort wiedererkennt; da ist etwas Gebrochenes in seiner Bühnenpräsenz, die einen an Bukowski in jung erinnert. Und da sind die Texte, die Pathos nicht fürchten müssen, weil sie ihn beherrschen; weil sie alles sagen können, ohne ins Kitschige abzudriften. Weil sie ohne Umwege auf Herz, Magengrube, Kopf zielen – und treffen. Weil sie klar sind und direkt und einem dennoch Rätsel lassen. Weil sie immer auch Allegorien auf das große Ganze sind. Kenner finden an vielen Stellen augenzwinkernde Verweise auf Größen englischsprachiger Wortkunst: Beckett, Shakespeare, Aesop Rock. Allen anderen bleibt Hütmannsbergers Performance, die so klangvoll ist wie ein Konzert, so kraftvoll wie ein cineastisches Epos, so charismatisch ansteckend, dass man danach nichts Geringeres will, als die Welt verändern. Oder wenigstens ein Gedicht schreiben. (Text: Franziska Holzheimer)

Timo Brandt | Just like starting over

Sonntag, 6. Mai 2018, ab 20 Uhr 30 im Café Anno, Lerchenfelderstraße 132,
1080 Wien.

Nein, ganz von vorne anfangen kann man nie (nicht mal vor dem unbeschriebenen oder mit dem beschriebenen Papier) und ganz abschließen mit etwas wohl auch nicht. Um sich das einzugestehen, liest Timo Brandt ein Best-of-Programm von Texten (seien wir ehrlich: es werden größtenteils Gedichte sein), die in allen Episoden seines bald vierjährigen Wienaufenthalts entstanden sind (auch einige Premieren sind dabei!). Freuen Sie sich auf Einblicke in des Autors Liebesleben oder gruseln Sie sich bei seinen Reimen, gähnen Sie freundlich bei seinen Elegien oder trinken Sie einfach ihr Bier (Wein, Wasser), während sie sich ein paar Sätze zurechtlegen, mit denen sie später eloquent ausdrücken können, wie sehr es ihnen gefallen hat.

Timo Brandt wurde 1992 geboren und wuchs in Hamburg auf. Seit 2014 Studium der Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst. Von 2015-2018 war er Mitherausgeber der JENNY Literaturzeitschrift. Literatur-Rezensent für Online- und Printmagazine. Gedichtveröffentlichungen in Literaturzeitschriften und Anthologien. Im Frühjahr 2017 erschien sein Gedichtband „Enterhilfe fürs Universum“.