Archiv der Kategorie: disposed

Karambolage

Unsere Freunde und Kollegen von disposed werden sich in Kürze von ihren Räumlichkeiten im Künstlerhaus Salzburg verabschieden müssen. Doch eine letzte Ausstellung soll im [kabɪˈnɛt] noch stattfinden:

Karambolage ist ein Rückblick auf die vergangenen 67 Tage mit 10 Projekten und 17 Künstler*innen. Aus jeder Ausstellung und Performance soll jeweils ein Kabinettstück (besonders wertvoller Gegenstand; Prunkstück) nochmals ausgestellt werden. Die Finissage findet am Freitag den 14. Juli um 19 Uhr statt. Öffnungszeiten der Ausstellung selbst sind jeweils von 12 bis 19 Uhr.

PYX 1.0

Zwischen 4. und 9. Juli, täglich von 12 bis 19 Uhr gastiert das Projekt PYX im [kabɪˈnɛt] und präsentiert uns seine interdisziplinäre Installation PYX 1.0, die sich mit dem Thema der Identitätskonstruktion beschäftigt. Ausgehend von der Annahme, dass sich Identität aus dem Verhältnis zwischen der Innenwelt des Subjekts und dessen Außenwelt bildet, behandelt das Künstlerduo Viva Alagic und Nicco Harzig die Konstruktion des Ichs aus jeweils einer dieser Positionen. Dabei greift das Projekt auf theoretische Grundlagen von Denkern wie Jacques Lacan zurück und verbindet diese mit Elementen aus japanischem Tanztheater, zu einer multimedialen Collage. Die Grundkonstruktion besteht aus einem begehbaren Tunnel, der als Außenwelt auf den Betrachter als Subjekt einwirkt. Das Innenleben des Tunnels repräsentiert die Innenwelt des Subjekts, das dem Druck der Außenwelt schutzlos ausgeliefert ist.

Mehr zu dem Projekt unter: www.pyxproject.org

er.finder deiner WELT

Von 27. Juni bis 02. Juli, täglich von 12 – 19 Uhr ist der Salzburger Künstler Florian Boehm zu Gast im [kabɪˈnɛt]. Durch einen spielerischen Zugang wird der Raum für eine Woche zu einem Ort des Erzählens über sich selbst. Die Erzählungen über das ICH werden auf Papierausschnitten festgehalten, welche bei der Finnisage am Samstag den 1. Juli, ab 15 Uhr in einem festlich partizipativen Akt umgeformt werden.

Gardens Watered by Running Streams

Gardens Watered by Running Streams – Annäherungen ans Paradies ist ein performatives Kurzstück von Gregor Eisert das zwischen 23. — 25. Juni im [kabɪˈnɛt] im Künstlerhaus Salzburg gezeigt wird. Zum Inhalt:

Am 28. September 2001 veröffentlichte das amerikanische Justizministerium ein Dokument, das den Attentätern des 11. Septembers zugeordnet wird. Das vierseitige, handschriftlich und auf Arabisch verfasste Schriftstück wird als geistliche Anleitung bezeichnet und zeigt die religiöse Fundierung der Anschläge auf. Den Tätern wird nach dem Anschlag das Paradies in Aussicht gestellt.

Das performative Kurzstück Gardens Watered by Running Streams befasst sich mit diesem Paradies, mit dem Sehnen nach dem Jenseits, der Enttäuschung im Diesseits. Im Mittelpunkt der Performance steht die Frage nach der Handlungsfähigkeit eines Subjekts, das sich in der Gesellschaft, die es umgibt, nicht wiederfindet, fallen gelassen fühlt und daraufhin Halt und Erlösung in einer Ideologie/Religion sucht.

Ausgehend von einer Poesie der Intertextualität stützt sich das Kurzstück auf Texte, wie die oben erwähnte Geistliche Anleitung, das Vater unser und den Koran.

Die genauen Termine:

– Freitag, 23.06, 19 Uhr
– Samstag, 24.06, 17.30 Uhr (mit anschließendem Künstlergespräch moderiert von Stefanie Svacina)
– Sonntag, 25.06, 17.30 Uhr

Dauer der Vorstellung:

Ca. 25 Minuten

 

Things on Strings – Update

Zusätzlich zur Installation gibt es am Mittwoch den 21. Juni, ab 19 Uhr eine AV-Performance. Nicht verpassen, es wird grandios und gibt auch Bier!

Things on Strings

Das audiovisuelle Kollektiv Polymer verbindet elektronische Musik mit einer surrealen 3D-Welt. Die vier Musiker und Visualisten Bernhard Busch, Denise Haslinger, Maximilian Helten und Simon König bespielen unterschiedlichste Settings, übertragen Projektionen in den Raum und stellen mit ihrer Arbeit die klassische Präsenz des Künstlers in Frage. Ihre Installation Things on Strings lädt zum Staunen und Verweilen ein und erreicht den Betrachter auf mehreren Ebenen. Eine Ansammlung von Fäden wird als Projektionsfläche genützt, wodurch die audioreaktiven Projektionen als im Raum stehende Hologramme erscheinen.

Zwischen 20. – 21. Juni 2017  im [kabɪˈnɛt]

Gemustert!

Unter weiter geht’s im Künstlerhaus Salzburg, genauer:
Dem [kabɪˈnɛt] das unsere Freunde von disposed Künstlerinnen und Künstlern für kurze Ausstellungen und Performances zur Verfügung stellen.

Diesmal zeigt Lisa Hinterreithner eine Feldforschung mit Klebeband. Die Recherche Gemustert! ist Teil eines Performanceprojekts das sie in Zusammenarbeit mit der Soundkünstlerin Elise Mory und der Bildenden Künstlerin Lilo Nein entwickelt. Dessen Premiere wird im November 2017 in Kooperation mit dem Open Mind Festival und dem Toihaus Theater stattfinden.

Zusätzlich findet am Samstag, 17. Juni, 15 – 19 Uhr eine Performance im [kabɪˈnɛt] statt.

Es = 3

Heute stehen gleich drei Dinge an die es heraus- und herumzuposaunen gilt…


Noch während die Polaroid Androids hängen bahnt sich im
[kabɪˈnɛt] schon das nächste Projekt an.

Am 9. und 10. Juni, jeweils von 14 – 19 Uhr lädt Ursula Schwarz zu ihrem Projekt BRHRNG zum Thema Berührung ein. Zugleich Performance und Recherche. Erfahrung und Dokumentation. Sammlung von Material das im Rahmen des Netzwerkes für Tanz, Theater & Performance INFLUX in vielfältiger Weise weiter bearbeitet werden wird. Ein Raum. Eine Person. Und die Aufforderung zu Berühren und sich Berühren zu lassen.

Mehr dazu unter:
www.sternenhebamme.at


Das seit etlichen Jahren die junge Kabarettszene fördernde Comedy im Pub präsentiert am 10. Juni ab 20 Uhr wieder ein reichhaltiges Programm in der ARGEkultur.

Mit dabei sind diesmal Rolf Zollner, Jochen PrangTill ReinersHelmut Tschellnig und Klaus Bandl. Für die Moderation zeichnet Thomas Malirsch verantwortlich.

Mehr dazu unter:
www.comedyimpub.com


Die Isodance-Crew ist zurück und hat zusammen mit Marko Dinic ein neues Video ins Netz gestellt…

The Polaroid Androids

Von der Biennale in Venedig ins [kabɪˈnɛt] im Künstlerhaus Salzburg. Zum ersten Mal zeigt das Android Collective seine Polaroid Androids auch in Salzburg, eine Fotoserie, die sich mit dem Spielraum zwischen Mensch und Maschine sowie analoger und digitaler Technologie auseinandersetzt.

Morgen, am Dienstag den 6. Juli 2017 findet die Vernissage statt. Sie beginnt um 20 Uhr mit einer Performance der SEAD-Tänzerin Anastasia Valsamaki, Harfenmusik von Sina Moser und einem reichhaltigen Buffet.

Ausgestellt wird dann noch bis 11. Juni, jeweils von 12–19 Uhr. Ergänzend finden noch die Fotosessions Be an Android am 7. und 8. Juni, jeweils von 15–19 Uhr statt.

Desweiteren im kabinet…

Noch bis zum 16. Juli 2017 stellen unsere Freunde von disposed ihr [kabɪˈnɛt] im Künstlerhaus Salzburg jungen KünstlerInnen und ihren Projekten zur Verfügung. Hier sind zwei weitere Programmpunkte:

GEH MIR AUS DER SONNE! von Thilo Droste
30. Mai — 04. Juni, täglich von 12–19 Uhr

Betreutes Bräunen
Mittwoch, 31.05. und
Freitag, 02.06. je 17-19 Uhr

Einen Sonnenbrand zu haben fühlt sich wunderbar schrecklich an. Der leichtsinnige Sommertag glüht nach auf der geschundenen Haut und mit ihm die Sorglosigkeit und ein kleines schlechtes Gewissen, denn eigentlich wissen wir: die Haut hat ein Gedächtnis. Muss sie sich zu viel merken, kann sie krank werden. Im Wechsel der Moden changiert unser Teint von Bräune zu Blässe, von Madame Pompadour zu Dieter Bohlen. Prägnant ist heute vor allem ein Schwanken zwischen Vernunft und Übermut im Umgang mit der Sonnenstrahlung: Epigonen des Ikarus gleich frequentieren wir Sonnenbänke und benutzen gleichzeitig Sunblocker als Schutz und Selbstbräuner an Stelle des Sonnenbades. Thilo Droste lädt zu einem künstlich-künstlerischen Sonnenbad ein und spricht gleichermaßen die Gedächtnisleistung der Haut wie ihre archaische Funktion als Leinwand an, indem er Schablonen anbietet, um sich von der UV-Strahlung des Solariums „tätowieren“ zu lassen. Die Eitelkeit der Muse und die Hybris des Künstlers, der sich sonnengottgleich in sein Werk einschreibt (oder -brennt) werden in der schelmischen Inszenierung zusammengeführt und befragt.
Anne Brannys

 


THE POLAROID ANDROIDS
eine Fotoausstellung des The Android Collective
06. — 11. JUNI, täglich von 12–19 Uhr.

Vernissage: Dienstag, 6.6.2017 um 20 Uhr mit Musik von Sina Moser.
„Be an Android“: Fotosession im kabinet am 7.6. und 8.6. jeweils von 15-19 Uhr.

Das Android Collective schälte sich im Jahre 2014 aus seinem digitalen Ei und irritiert seitdem mit provokanten Fotoshootings sowohl in privaten wie auch in öffentlichen Räumen. Es ist Teil der Generation, die den digitalen Umbruch miterlebt hat – also noch nicht ‚digital native’, aber bilingual, weil beinahe schon im Uterus mit wertvollen Elektrik-Strahlen (z.B. Kraftwerk) konfrontiert.. Die Grenze zwischen Natur und Technik wird seit dem ausgehenden 20. Jahrhundert zunehmend hinterfragt und immer unschärfer. Nicht nur technische Hilfsmittel und digitale Kommunikationswege wie Computer, Internet und Mobiltelefonie, die aus der Arbeitswelt wie auch dem Privatleben nicht mehr wegzudenken sind, bezeichnen einen der größten Umbrüche in der Menschheitsgeschichte. Die Nutzung technischer Möglichkeiten zur Steuerung und Modifikation der menschlichen ‚Natur‘ wirft die Frage nach der Grenze zwischen Mensch und Technik, Mensch und digitalen Devices auf.
Das Projekt The Polaroid Androids thematisiert die Ökonomisierung und Technisierung des Menschen. Dabei verwandeln sich die KünstlerInnen in Androiden und erzeugen technische Zukunftsräume, die in Form der Polaroid-Fotografie, ein Medium, das Reproduzierbarkeit ausschließt, festgehalten werden. Das Kollektiv lädt während der einwöchigen Ausstellung die BesucherInnen dazu ein, die Metamorphose mitzuerleben und Teil der Maschine zu werden.

The Android Collective: Felicitas Biller, Antonia Leitgeb, Leonhard Pill, Mark Prohaska.

 

 

JUX

Kaum ist die letzte Ausstellung im [kabɪˈnɛt] vorbei, steht auch schon die nächste an:

Zwischen 23. – 28. Mai kann man die begehbare Rauminstallation JUX besichtigen. Abstellraum und Räuberhöhle, voller grotesker, irreführender und komischer Bilder. Neben Malerei und Fotografie werden auch Videos präsentiert. Dazwischen viel Krams. Jan Hasenauer koppelt das [kabɪˈnɛt] mit seiner Welt und erhebt jetzt einfach Trashiges, Beschissenes, Amateurhaftes und Volkstümliches in den Stand der Hochkultur. Legitimation: Überflüssig. Eine Rekapitulation von Momenten aus dem Alltag eines unglorreichen Kunststudenten. Banales kann sehr schön sein. Eine Gradwanderung zwischen unbestimmter Scheiße und einer bestimmten Ästhetik; finden Sie doch selbst heraus wo der Limes und wo der Abgrund ist.

Freitag, 26. Mai, 17.00 – Vernissage
Samstag, 27. Mai, 16.00 – Lecture ‚contemporary drinking‘

Künstlerhaus Salzburg, Hellbrunner Straße. 3, 5020 Salzburg.
Eintritt frei

Humanimals

Zwischen 6. Mai und 16. Juli gastiert das disposed im Salzburger Künstlerhaus und stellt KünstlerInnen einen Raum für ihre Projekte zur Verfügung. Diesmal ist es Marianne Maderna die im [kabɪˈnɛt] das „Gleichnis eines räumlich erlebbaren Weltentheaters“ schafft, eine Installation mit piktogrammartigen Charakteren aus von Schwarzlicht zum leuchten gebrachten Drahtskulpturen.


 
Die Installation Humanimals ist noch bis zu 21. Mai, täglich von 12–19 Uhr zu sehen. Zudem gibt es bis zum 18. Mai die Möglichkeit für interessierte TeilnehmerInnen gemeinsam mit der Künstlerin eigene Figuren zu biegen. Diese werden dann am Samstag den 20. Mai um 16 Uhr gezeigt. Anmeldung und Information unter: mail@disposed.at