so.what.wörtlich!

Ehemalige Veranstaltungsreihe – bis 2014

Veranstalter: Stefan B. Findeisl.
Ort: so.what (Veranstaltungsraum der Neuhauser Kunstmühle),
Mühlstraße 4, 5023 Salzburg.

Die Lesereihe so.what.wörtlich richtete sich vor allem an junge Schreibende, die ohne Wettbewerbssituation und in einem persönlichen Rahmen erste Erfahrungen sammeln wollten. Erfahrenere KünstlerInnen konnten den Abend als Experimentierfeld für neue Werke und Ideen nützen. Während einer Veranstaltung setzten drei bis fünf Lesende ihre Texte in Dialog mit dem Publikum.

Um der Vielfalt an vorgetragener Literatur einen Rahmen zu geben, wurden Musiker eingeladen, mit ihren Kompositionen einen roten Faden für den Abend zu legen. Die Möglichkeit, dass Musik und Literatur miteinander interagieren, war ausdrücklich erwünscht. Am Ende einer Veranstaltung wurde im Rahmen einer offenen Lesebühne allen Anwesenden ermöglicht, mitgebrachte Texte vorzutragen.

Der hohe Zuspruch, sowohl unter den Künstlern, die den persönlichen, etwas kleineren Rahmen sehr angenehm fanden, als auch beim Publikum, das die Vielfalt und Direktheit schätzte, führte zu dem Plan, das so.what.wörtlich! wieder vier Mal im Jahr zu veranstalten. Leider wird es nicht zu der Durchführung des Selbigen kommen. Da der Gebäudekomplex, in dem sich das so.what befindet, im Laufe des Jahres verkauft wird, schließt damit der Veranstaltungsort seine Pforten. Dadurch endet nach vier Jahren und 14 Veranstaltungen das so.what.wörtlich!.

Es freut uns sehr, dass eine Vielzahl und viele unterschiedliche KünstlerInnen die „Bühne“ genutzt haben, erste Schritte wagten, experimentierfreudig waren, genau Geplantes und frei Improvisiertes dem Publikum darbrachten. Vor allem aber, dass sie sich dabei beim so.what.wörtlich! immer wohl, willkommen und aufgehoben gefühlt haben. Bei Stadt und Land Salzburg möchten wir uns für die Förderung der letzten sechs Veranstaltungen bedanken, weil dadurch die künstlerische und organisatorische Arbeit, die für solche Veranstaltungen nötig sind, eine wohltuende Anerkennung findet.

Gefördert von:

KulturStadtSalzburglandsbg2015_4c_72dpi


 

Rückblick:

2013

Im Kalenderjahr 2013 fanden vier Veranstaltungen der Reihe so.what.wörtlich! statt. Insgesamt 16 KünstlerInnen, 11 LiteratInnen und 5 MusikerInnen, stellten ihre Werke mit dem Publikum und untereinander in Diskurs. Davon waren vier Debütantinnen, die zum ersten mal den Schritt in eine Öffentlichkeit wagten, was dem Wunsch, dass das so.what.wörtlich! besonders neuen literatischen Stimmen in Salzburg eine Bühne bieten soll, entspricht und mich persönlich besonders freut.

Das zweite Ziel des so.what.wörtlich!, Literatur und Musik auf kreative Weise zu verbinden, hatte bei den Veranstaltungen am 26.04. und 28.06. seinen Schwerpunkt. Als Experimentierfeld von schon erfahreneren AutorInnen wurde das so.what.wörtlich! beim ersten Termin am 25.01. genutzt. Unter dem Motto „Bruchstücke & Fragmente“ wurde dem Publikum noch nicht ganz Fertiges, Skurriles und Ungewöhnliches geboten.

Zum letzten Termin am 26.10. wurde die bisherige Bühnensituation abgeändert und mit einer „sit in“ Situation experimentiert. Dadurch konnte die Distanz zwischen Künstlerinnen und Publikum aufgehoben werden, was zu einer regen Beteiligung und tieferen Diskussion führte und somit dem Erlebnis „Lesung“ eine neue Facette hinzufügen konnte.

 2014

Im Kalenderjahr 2014 fanden zwei Veranstaltungen der Reihe so.what.wörtlich! statt. Zu beiden Terminen konnten jeweils ca. 25 BesucherInnen im so.what in Obergnigl begrüßt werden. Dieser Anstieg des Zuschauerzuspruches ist vor allem auf die intensivere Öffentlichkeitsarbeit im Bereich der modernen Medien zurückzuführen. Wobei die bewährte Zusammenarbeit mit Peter Wetzelsberger, der wieder Kreativität für die Gestaltung der Flyer zur Verfügung stellte, beibehalten wurde.

Beide Veranstaltungen boten die gesamte Bandbreite, die dem Konzept des so.what.wörtlich! entsprechen. So stellten sich jeweils eine DebütantIn dem Publikum, Wiedergefundenes und schon Geschriebenes wurde in neuem Gewand präsentiert und erfahrene LiteratInnen testeten die Wirkung ihrer neuesten, noch nicht veröffentlichten Texte.

Der Termin am 12.12.14 enthielt einen Schwerpunkt zum österreichischen Dialekt, der sowohl musikalische als auch Textlich dargeboten wurde. Beim Sommertermin, am 20.06., untermalte ein junges Damenduo rhythmisch und textlich variantenreich die Lesung.

Insgesamt konnte zwölf jungen Salzburger KünstlerInnen eine Bühne geboten werden, wobei die Frauen mit acht zu fünf gegen die Männer im Vorteil waren.