Unser Selbstverständnis

Das Bureau du Grand Mot ist ein Kunstkollektiv, das sich neben eigenen Projekten auch um die Vernetzung, Förderung und Kommunikation junger KünstlerInnen bemüht. Der Begriff “jung” steht dabei nicht für Alter und Reife, sondern für einen modernen und aufgeschlossenen Zeitgeist.

Die Arbeit des Bureaus teilt sich in drei Bereiche:

Arbeit als Kollektiv
Motivation des Bureaus ist es, das Potential der Arbeit in der Gruppe zu nutzen und gemeinsam Projekte im Kollektiv zu entwickeln. Durch die unterschiedliche Ausrichtung der Mitglieder trägt die Arbeit eine starke diskursorientierte Komponente. Geprägt wird diese durch eine intensive Auseinandersetzung mit aktuellen Strömungen sowie der Positionierung zu zeitgenössischen Kunstschaffenden. Der Diskurs sowie der transdisziplinäre Ansatz
führen häufig zu einer prozessorientierten Arbeitsweise.

Plattform zur Förderung junger Kunstschaffender
Durch das hohe Engagement des Kollektivs in der Förderung junger Kunst erweiterte sich die Arbeit bald in Richtung Kulturmanagement. Das Bureau ist heute eine wichtige Plattform für junge Kunstschaffende in Salzburg. Neben den gemeinsamen Projekten sind die KünstlerInnen des Bureaus auch stark in eigene Projekte involviert, welche ebenfalls regelmäßig in der Gruppe besprochen werden. Es geht dabei nicht nur um die gegenseitige Unterstützung bei der Weiterentwicklung der Arbeiten, sondern auch um Möglichkeiten für deren Ausstellung/Darbietung in der Öffentlichkeit.

Raum für Diskurs, Vernetzung und Austausch
Ein essentielles Anliegen des Bureaus ist die Vernetzung junger Kunstschaffender untereinander und die Unterstützung gemeinsamer – insbesondere transdisziplinärer –
Projekte; unter anderem in Zusammenarbeit mit der Sommerakademie Salzburg sowie Studierenden und AbsolventInnen der Universität Mozarteum und der SEAD (Salzburg Experimental Academy of Dance). Ein weiterer Fokus liegt auf der Zusammenarbeit mit anderen nationalen und internationalen Kunstschaffenden.

 


Standardisierte Strukturen werden bewusst vermieden, um eine offenere Vernetzung gewährleisten und bestehende Ressourcen gezielter auf kreative Prozesse richten zu können. Es gibt keine Mitgliederliste oder feste Hierarchien. Die jeweiligen Rollenverteilungen definieren sich innerhalb jedes Projekts neu. Persönliche Schwerpunkte und Kompetenzen ergänzen einander.

Wer oder was das Bureau du Grand Mot repräsentiert, unterliegt dem gegenseitigen Ein- und Selbstverständnis – unter Rücksichtnahme individueller Begriffe von Kunst und gegenwärtiger Vielfalt. Das Bureau du Grand Mot bezeichnet sich explizit nicht als Künstler- sondern als Kunstkollektiv, da es auch die Zusammenarbeit mit Personen und Gruppen hervorheben möchte, die sich nicht als KünstlerInnen verstehen, aber einen wesentlichen Beitrag zum Werk leisten: KulturvermittlerInnen, OrganisatorInnen, TechnikerInnen usf.

Das Kollektiv hat sich im Laufe der letzten Jahre aus verschiedenen Initiativen und Projekten geformt – wie den Veranstaltungsreihen so.what.wörtlich! in Obergnigl, der KulturKeule in der Bergstraße und dem ehemaligen Read this! im Denkmal. Mittlerweile ist die Literaturzeitschrift mosaik und das LiteraturLetscho sowie das Atelier du Bureau hinzugekommen. Zudem wurde mit Labor L’art ein Label für Musik, Klangkunst, Literatur, Hörspiel und Film initiiert, der spezielle Fokus liegt dabei auf der Förderung von Underground, experimentellen und transdisziplinären Projekten.

Stand: August 2014

Gründung: 19. Dezember 2012

 

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